Körperpflege im Kindesalter
Körperpflege im Kindesalter
Hände waschen, Haare kämmen, Zähne putzen, aufs Töpfchen gehen - Kinder finden es spannend, Dinge der Körperpflege allein auszuprobieren. Eltern brauchen viel, viel Geduld. Im Bereich der täglichen Körperpflege können sich Kleinkinder bei ihren Eltern viel abgucken.
Die Zeiten wandeln sich. Während Babys Po früher mit einer ordentlichen Portion Puder versorgt wurde, raten Ärzte, Hebammen und Erzieher heutzutage bei der Körperpflege davon ab. Ein Blick in die Drogerie-Regale mit Körperpflege für das Baby zeigt das boomende Geschäft rund ums Kind. Hier eine Creme für das Gesicht, dort eine Lotion mit besonderem Lavendelduft für die Nacht. Öle für Massagen und etliche andere Produkte lassen Eltern rätseln, wie viel Kosmetik und Körperpflege ein Kleinkind eigentlich benötigt?
Kleinkinder und Körperpflege
Im Grunde benötigen Säuglinge bis auf die Liebe und Fürsorge der Eltern nicht viel. Neben den Windeln, reicht es meist, zur Körperpflege etwas Babyöl zum Entfernen von sichtbaren Verkrustungen im Haus zu haben. Ebenso sollte bei Kleinkindern darauf geachtet werden, sparsam bei der Körperpflege mit Cremes und bunten Wassersprudelbädern umgegangen werden. Verzichtet werden sollte bei der Körperpflege unbedingt auf parfümierte Kosmetika. Auch auf die Verwendung von Wattestäbchen für die Ohren als Körperpflege wird mittlerweile abgeraten.
Bereits im zweiten Lebensjahr fangen Kleinkinder an, ihre Eltern genau bei der Körperpflege zu beobachten. Sie wollen nicht mehr mit dem Waschlappen das Gesicht sauber gemacht bekommen, sie möchten die Körperpflege alleine erledigen. Auch der Abschied von der Windel wird mehr und mehr zum Thema. Viel Zeit und Geduld müssen Eltern dabei aufbringen, ihren Kleinen das Einmaleins der Körperpflege beizubringen. Doch gehört die Körperpflege auf jeden Fall dazu, das Kind zu einer selbständigen Person zu erziehen.
Beispielsweise gibt es auch Badewannenaufsätze zur Körperpflege, wo das Kind die Möglichkeit hat, ein eigenes Waschbecken zu besitzen und sich mehr und mehr eigenständig Gesicht und die Hände waschen kann. Auch das Aufhängen eines eigenen Handtuchs im Bad, zeigt dem Kind, dass Körperpflege zu seinem Alltag dazu gehört.
Die ersten Zähne
Experten raten dazu, das Kind so früh wie möglich an das Trinken aus einer Tasse zu gewöhnen und ihm eine eigene Zahnbürste zu geben. Mit dem Durchbruch der ersten Zähnchen sollte also auch das Ritual der Zähne putzen als weitere Körperpflege eingeführt werden. Zur Neutralisation der Mundflora raten Zahnärzte auch dazu, dem Kind nach dem Essen immer ein Stück Apfel zu geben. Das Zähneputzen als Körperpflege ersetzt das jedoch nicht.
Töpfchentraining
Es ist gewöhnungsbedürftig, wenn das Kind ständig mit ins Bad möchte und schaut, was Mama oder Papa da außer der Körperpflege noch machen. Wenn das Kind dann auch noch seine kindlich naiven Kommentare übers „Geschäft“ der Eltern ablässt, nimmt das Abgewöhnen der Windel manchmal kuriose Formen an. Jeder Erwachsene kann natürlich selbst entscheiden, wie er seinem Kind die Welt der weitergehenden Körperpflege erklärt.
Wichtiger ist es eher, dass sie ihr Kind etwa ab dem zweiten Lebensjahr abends und am Wochenende öfter mal ohne Windel herum laufen lassen. Natürlich landet anfangs mehr auf dem Boden, als im Topf, aber so kann einem Kind gezeigt werden, welche Bedeutung der Topf eigentlich hat und wozu es diesen benutzen kann.
