Gesunde Ernährung für Kinder Teil 3
Gesund Ernährung trotz Zeitmangel
Häufig finden gerade berufstätige Eltern innerhalb der Woche keine Zeit, ein gesundes Essen für sich und ihre Kinder zu kochen. Alternativ können Speisen beispielsweise in größerer Menge zubereitet und eingfroren werden. Hin und wieder ein Fast-Food-Gericht zu Hause ist auch okay, sollte aber die eher die Ausnahme denn die Regel bleiben. Kinder können auch schon frühzeitig lernen, wie ein nährstoffreiches Essen zubereitet wird. Viele gesunde Mahlzeiten sind gar nicht schwierig wie Pellkartoffeln mit Quark. Auch die Grundregel: „Gemüse beim oder im Essen“, ist leicht zu begreifen.
Ein Pausensnack für die Schule ist wichtig, denn wer viel lernt, verbraucht auch viel Energie. Und wer wächst, hat sowieso häufig zwischendurch Hunger. Direkt vor den Hauptmahlzeiten sollte eher nichts gegessen werden. Für die Phasen zwischen den Hauptmahlzeiten sollte ein Kind gesundes, ausgewogenes Essen zu sich nehmen, das es aber mag – sonst landet es nur im Müll und der Schulkiosk profitiert. Das können beispielsweise Obst, rohes Gemüse, Joghurt, Vollkornkekse oder ein belegtes Brötchen mit Käse, Salat und Tomate sein.
Wissen und erklären
Gerade kleine Kinder stellen von selbst Fragen zu Ernährung, Zusammenhängen in der Natur, Pflanzen und Tieren. Anregen können Eltern solche Gespräche durch einen Besuch auf dem Bauernhof oder einen Einkauf im Bioladen. Auch sonst können Eltern passende Gelegenheiten nutzen, um ihr Kind über die Bedeutung von Nährstoffen und Vitaminen aufzuklären: Erklären Sie Ihrem Kind beispielsweise, dass Fertiggerichte industrielle Produkte sind, die wenig Nährstoffe enthalten.
Wertvolle Nahrung ist immer nah an der Natur. Die Zubereitung ist zwar mühevoller, dafür tut man seinem Körper aber auch einen Gefallen. Unter anderem geschieht das dadurch, dass Eltern und Kinder eine Beziehung zu dem aufbauen, was sie zu sich nehmen. Der Geschmack wird auch durch das geprägt, was man kennt. Je früher ein Kind Selbstgekochtes und Frisches kennenlernt, desto besser. Schon Babynahrung lässt sich selbst kochen.
Spielerisch näher bringen
Eltern können dem Kind schon beim Einkaufen erklären, auf Nährstoffangaben zu achten. Oftmals beinhalten Nahrungsmittel, die von der Werbung als gesund bezeichnet werden, mehr Chemikalien und Ersatzstoffe und gehören damit nicht zur richtigen Ernährung für Ihre Kinder. „Light-Produkte“ haben zudem oft sehr viel Zucker.
Wichtiger als das bewusste Zeigen ist aber, dass ein Kind ein Gefühl dafür entwickelt, wann es Hunger hat und wann nicht, wann es Kohlenhydrate braucht (beispielsweise nach Sport) und wann eher etwas Leichtes. Wenn die Familie ein gesundes Verhältnis zur Nahrung und Essensaufnahme hat, stellt sich auch beim Kind ein intuitives Gespür für die richtige Ernährung ein.