Haustiere Teil 2
Was man vor der Anschaffung eines Haustieres bedenken sollte
1. Der erste Schritt: Sind Haustiere in der Wohnung der Familie überhaupt erlaubt? Gerade in kleinen Mietwohnungen kann es Probleme mit dem Vermieter geben. Also sollte man sich am besten vorher erkundigen, ob und welche Haustiere möglich sind, bevor man weiterdenkt.
2. Die Größe des Wohnraums sollte aber auch unabhängig vom Vermieter eine Rolle spielen: Ein großer Hund in einer kleinen Wohnung mitten in der Großstadt ohne Park in der Nähe – das ist nicht artgerecht und weder für den Hund noch für die Familie schön.
3. Auch die Kosten, die mit einem Haustier verbunden sind, sollten vorher bedacht werden. Selbst wenn ein Tier in der Anschaffung günstig ist, auf die Dauer ist sogar ein Zwergkaninchen nicht billig. Es braucht einen großen Käfig, Streu, Heu und Futter. Auch die Tierarztkosten sollte man vorher bedenken.
4. Außerdem ist die Frage entscheidend, wie viel Zeit die Familie für ein Haustier übrig hat. Wer könnte sich wann um das Haustier kümmern? Können die Kinder nach der Schule Gassigehen? Wer hat Zeit für den Tierarzt, die Hundeschule, das tägliche Käfig-Säubern? Außerdem natürlich die berühmte Urlaubsfrage: Wohin mit dem Haustier, wenn die Familie in den Urlaub fährt? Ausgesetzte Hunde an Raststätten sind nur die Spitze des Eisbergs. Jährlich landen hunderte von Haustieren in Tierheimen, weil sie nicht in die Urlaubspläne der Besitzer passen. Bevor man sich für ein Haustier entscheidet, sollte man deshalb die Frage klären, wer sich im Notfall um das Haustier kümmern kann.
Wenn die Entscheidung gegen ein Haustier fällt
Auch wenn ein Haustier viel für sich hat: erzwingen kann man die nötige Zeit, das nötige Geld oder den passenden Wohnraum nicht. Nur ist es schwer, den Kindern das begreiflich zu machen – den Kindern, die seit Monaten nichts anderem reden als von einem Hund. Eine Alternative zum eigenen Haustier sind zum Beispiel Hunde, deren Besitzer den ganzen Tag über arbeiten und sich über einen netten Hundesitter freuen. Auch Tierheime suchen oft freiwillige Helfer, die regelmäßig Spaziergänge übernehmen. So wird der Kontakt zu Tieren auch ohne ein eigenes Haustier möglich.