Förderung bei Begabungen oder Lernschwächen Teil 2
Kinder mit Rechenschwäche (Dyskalkulie)
Neben der sehr bekannten Legasthenie gibt es auch eine Rechenschwäche, die sogenannte Dyskalkulie: Schätzungsweise sechs Prozent aller Grundschüler haben Schwierigkeiten, die Größe von Zahlen zu verstehen. Sie schreiben Ziffern seitenverkehrt oder verwechseln Rechenarten. Erziehungsberatungsstellen geben Eltern auch hier nähere Auskunft. Eltern, die eine Rechenschwäche bei ihrem Kind vermuten, sollten sich allerdings zunächst einmal mit dem Klassenlehrer und dem Schulpsychologen besprechen.
Kinder mit Hochbegabung
Rund 300.000 Kinder in Deutschland sind überdurchschnittlich begabt. Fast die Hälfte hat in der Schule Schwierigkeiten, weil ihre Begabung nicht genug gefördert wird. Zur Unterforderung kommen häufig noch soziale Schwierigkeiten. Die Kinder nehmen ihre Begabung deshalb oft als Belastung wahr.
Eine gezielte Förderung ist für diese Kinder daher besonders wichtig. Sie brauchen zusätzliche Angebote und Herausforderungen, an denen sie wachsen können. Unterscheiden kann man zwischen Kindern, die in einem bestimmten Bereich hochbegabt sind und solchen mit allgemeiner Hochbegabung. Diese Unterscheidung ist vor allem deshalb sinnvoll, weil spezielle Hochbegabung und allgemeine Hochbegabung unterschiedlich gefördert werden müssen.
Im Falle einer Begabung in einem bestimmten Bereich reichen oft zusätzliche Angebote, die den normalen Schulunterricht ergänzen. Für Kinder mit allgemeiner Hochbegabung reichen solche ergänzenden Maßnahmen nicht aus, denn die Andersartigkeit im Lernverhalten dieser Hochbegabten erfordert einen anderen Unterricht. Eltern sollten sich nach Schulen erkundigen, die sich auf die Förderung hochbegabter Schülerinnen und Schüler spezialisiert haben. Hier gibt es entsprechend ausgebildetes Fachpersonal, hier lernen sie, ihre Fähigkeiten zu nutzen – für sich und für die Gemeinschaft.