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Alkohol & Drogen

Alkohol & Drogen

Beim Gebrauch von Suchtmitteln sollte unterschieden werden. Zwischen Genuss, Missbrauch und Sucht. Was die Differenzierung erfordert: Den Dialog zwischen Eltern und Jugendlichen zum Thema Alkohol und Drogen.

Erziehung, Entwicklung, Phasen, Umgang mit Sucht

Der bittere Geschmack von Bier. Das Kratzen im Hals während des Rauchens einer Zigarette. ­ Erste Erfahrungen mit den Suchtmitteln Alkohol und Drogen sind für Jugendliche meistens etwas befremdlich. Gleichzeitig geht von Alkohol und Drogen eine große Faszination aus. Diesem Zauber von Alkohol und Drogen liegt ein chemischer Stoff zu Grunde: Dopamin. Jegliche Drogen, seien es weiche oder harte, haben eine Gemeinsamkeit: Sie heben den Dopamin-Spiegel an. Und der ist dafür verantwortlich, dass Menschen Glück empfinden. Auch Jugendliche wollen glücklich sein. Greifen sie deshalb dauerhaft zu Alkohol und Drogen? Nein, erste Berührungen mit Alkohol und Drogen bergen nicht unbedingt Suchtpotenzial.


Rauchen, Alkohol und harte Drogen

Entwarnung zum Thema Alkohol und Drogen kann es trotzdem nicht geben. Eltern befürchten häufig, dass ihre Kinder in Kontakt mit Alkohol und Drogen kommen könnten. Der aktuelle Drogenbericht vom Bundesministerium für Gesundheit bestätigt die Angst vor Missbrauch von Alkohol und Drogen. In Deutschland steigt der Alkoholkonsum von Jugendlichen seit 2006 erstmals wieder an. Und der Konsum der legalen Droge Alkohol, kann den Griff zu härteren Rauschgiften voraushaben. Eine andere Statistik zu Alkohol und Drogen ist da weniger alarmierend. Dem Genussmittel Nikotin stehen Jugendliche skeptischer als früher gegenüber. Die Anzahl von jugendlichen Rauchern nimmt seit 2001 stetig ab. Auch die Konsequenz eines neuen Jugendschutzgesetzes. Seit Anfang 2007 ist es Jugendlichen unter 16 Jahren verwehrt, Glimmstängel aus dem Automaten zu ziehen.

Erster Konsum. Was nun?

Das Kind kommt spät von einer Party nach Hause. Der Geruch einer Alkoholfahne nimmt das Wohnzimmer ein. Die Kleidung müffelt nach Zigarettenrauch. Kein Grund gleich in Panik zu verfallen. Um das Risiko von Alkohol und Drogen richtig einzuschätzen, gilt es zu differenzieren. Ein einmaliger Exzess mit Alkohol oder Drogen muss nicht gleich bedeuten, dass ein Drogenabhängiges Kind im Haus ist. Jugendliche werden nicht süchtig, nur weil sie einmal „was ausprobieren“. Sie greifen auch nicht gleich zu harten Drogen wie Heroin oder Kokain. Wichtig ist das Umfeld, in dem das Kind aufwächst. Ist es intakt, verringert sich das Risiko eines möglichen Konsums von Alkohol und Drogen. Das Kind hat weniger Gründe sich Erlebnisse über Alkohol und Drogen zu verschaffen. Oder Probleme durch einen Rausch zu verdrängen.

Wichtigstes Mittel der Prävention vor Alkohol und Drogen ist Aufklärung. Ein Erziehungsstil hat sich bewehrt: Anstatt des erhobenen Zeigefingers ist es besser, dem Kind Tipps zu geben. Also statt: „Du weißt doch wie gefährlich Rauchen ist!“. Lieber: „Möchtest du wirklich gelbe Zähne haben?“ Ein weiterer Rat: Sprechen Sie auch über Ihre eigenen Erfahrungen mit Alkohol und Drogen. Das Kind kann sich damit besser identifizieren. Ein Dialog mit Ihrem Nachwuchs auf Augenhöhe ist das Resultat. Voraussetzung dafür ist aber auch - Kompetenz in Sachen Alkohol und Drogen. Sie sollten wissen worüber Sie sprechen.

Informieren Sie sich!

Informationen zum Thema Alkohol und Drogen gibt es bei diversen Drogenberatungsstellen (Drobs). Diese widmen sich der Beratung von Suchtgefährdeten, Süchtigen und deren Angehörigen. Sie erhalten Auskünfte über Alkohol und Drogen und welche Gefahren von einem Konsum ausgehen. Die Drobs leisten auch Einzelfallhilfe. Dort können Ihre individuellen Fragen zu Alkohol und Drogen geklärt werden. Eine gute Möglichkeit nach solchen Beratungsstellen zu suchen, bietet die Webseite der Deutschen Hauptstelle für Suchtfragen (DHS).

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