Förderung bei Begabungen oder Lernschwächen
Förderung bei Begabungen oder Lernschwächen
Kein Kind ist gleich. Jedes Kind hat Stärken und Schwächen. Eltern von Kindern mit besonderen Begabungen oder von Kindern mit Lernschwächen sollten aber dafür Sorge tragen, dass ihre Kinder eine gesonderte Förderung erhalten.
Ungefähr 20 Prozent der deutschen Schülerinnen und Schüler nehmen aus unterschiedlichen Gründen Lernförderung in Anspruch. Förderung zusätzlich zum Schulunterricht auf Grund von Lernschwächen ist also nichts Außergewöhnliches. Viele Kinder haben Lernschwächen und Schwierigkeiten, sich zu konzentrieren, manche haben eine Lese- und Rechtschreibschwäche, manche Probleme mit dem Rechnen. Auch Kinder mit hohen Begabungen haben oft Schwierigkeiten in der Schule, weil sie unterfordert sind. Für Kinder mit Begabungen gibt es ebenfalls spezielle Formen der Förderung, die ihnen hilft, ihre Begabungen zu nutzen.
Gefährlich ist es nur, wenn solche besonderen Begabungen oder Defizite nicht erkannt werden. Schulabbruch, Streit und vor allem: unglückliche Kinder mit Begabungen sind dann die Folge.
Kinder mit Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom (ADS)
Kinder, die unter „ADS“ leiden, fallen auf durch Entwicklungsverzögerungen und nicht altersgemäßes Verhalten: Ihre Konzentrationsfähigkeit entspricht nicht der ihrer Altersgenossen, oft haben sie deshalb Lernschwächen sowie Schwierigkeiten in der Schule und Probleme, sich in ihr soziales Umfeld zu integrieren. Wenn das Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom allerdings erkannt wird und das Kind eine entsprechende Förderung erhält, kann es seine Defizite und Lernschwächen kompensieren.
Kinder mit Lese-Rechtschreib-Schwäche (Legasthenie)
Nach neuesten Lernschwächen-Erkenntnissen liegt für Legasthenie ein organische Ursache vor: Hör- oder Sehprobleme können der Grund für die Schwierigkeiten beim Lesen und Schreiben sein, aber auch leichte Gehirnschäden oder Veränderungen in den Genen. Der klassische Schulunterricht reicht bei Kindern mit Lernschwächen meistens nicht aus und muss durch zusätzliche Förderung ergänzt werden. Eltern, die eine Legasthenie bei ihrem Kind vermuten, sollten sich bei Legasthenieverbänden oder bei Erziehungsberatungsstellen zum Thema Lernschwächen beraten lassen.
Häufig aber liegt bei Kindern mit Lese- und Rechtschreibproblemen keine Legasthenie im klassischen Sinne vor. Ihre Lernschwächen mit dem Lesen und Schreiben haben meist recht harmlose Ursachen: Unkonzentriertheit, weil sie noch zu verspielt sind und nicht richtig aufpassen oder schlichtweg zu wenig Übung. Kinder mit mit Lernschwächen, wie leichte Lese- und Rechtschreibprobleme, holen ihren Rückstand meistens ohne zusätzliche Lernangebote von selbst wieder auf.
