Welcher Beruf passt zu meinem Kind?

Das Kind steht kurz vor einem Schul-Abschluss und braucht Rat für die Berufswahl? Auch wenn Erfahrungen der Eltern für Kinder interessant sein können, sollten deren eigene Interessen, Fähigkeiten und Werte bei der Berufswahl im Mittelpunkt stehen.

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Hauptschul-, Realschulabschluss oder Abitur stehen kurz bevor und damit die Wahl für den weiteren Berufsweg und die Berufswahl Ihres Kindes? Dann kann es wahrscheinlich guten Rat gebrauchen. Das heißt aber nicht, dass Sie dem Kind Ihre Ziele, Werte und Vorstellungen von seiner beruflichen Karriere aufdrängen sollten. Im Gegenteil: Unterstützen Sie es dabei, den eigenen Weg zu finden, seine eigenen Interessen und Stärken zu entdecken. Denn die sind für die gelungene Berufswahl ausschlaggebend.


Was kann Ihr Kind?

Als ersten Schritt bei der Berufswahl sollte sich Ihr Kind fragen, was es gut kann. Aber Vorsicht, damit sind nicht (nur) Schulfächer gemeint. Gehen Sie am besten gemeinsam Situationen durch, in denen Ihr Sohn oder Ihre Tochter sich sehr glücklich gefühlt hat, stolz auf sich war und dachte: Das habe ich richtig gut gemacht. Das empfiehlt zumindest die Berufsberaterin Uta Glaubitz.

Vielleicht hat Ihr Kind mal ein Referat gehalten, bei dem es toll mit den anderen zusammengearbeitet und eine originelle Präsentation hinbekommen hat oder es hat die Organisation einer Schulfeier übernommen und bewältigt, an die keiner mehr geglaubt hat. Die entsprechende Situation sollte Ihr Kind zwecks Vorarbeit für die Berufswahl analysieren, vielleicht auch gemeinsam mit Ihnen, den Eltern. Aber nur, wenn es das will.

Auswertung von Fähigkeiten und Fertigkeiten

Bei der Organisation der Schulfeier kann das heißen: Ihr Sohn oder Ihre Tochter ist ein Mensch, der gut organisieren kann, oder jemand, der sehr zielstrebig oder kommunikativ ist. Solche Softskills sind für die Berufswahl mitentscheidend. Mit Rückmeldung zu Stärken und Schwächen Ihrerseits können Sie zwar helfen, machen Sie sich aber auch bewusst, dass Sie Ihr Kind nur von einer ganz bestimmten Seite kennen. Ihre Meinung ist also keinesfalls allgemeingültig.

Natürlich spielen auch grundsätzliche Leitungen in der Schule eine Rolle für die Berufswahl, denn wer kein Abitur hat, kann zumindest erst einmal nicht studieren. Und wer eher praktisch veranlagt ist, wird sowieso eher eine Ausbildung machen wollen, als zu studieren. Aber auch Abiturienten können eher der Typ für eine Ausbildung oder einen Ausbildungsberuf sein. Lassen Sie das Ihr Kind unabhängig von Wertungen erkunden.


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