Entwicklung des Teenagers
Mutanten. Vom Jungen zum Mann, vom Mädchen zur Frau
Gestern spielte die Tochter noch mit Puppen, heute schminkt sie sich und will in die Disco. Ihr Sohn spricht eine Oktave tiefer und der Bart beginnt zu wachsen? Die Entwicklung zum Teenager bedeutet Veränderung und Umbruch.
Wer bin ich? Wie möchte ich sein? Für wen halten mich die anderen? Fragen, die sich Jugendliche während der Pubertät stellen. Und die sie in dieser Zeit klären möchten. Das Leben vor dem Teenager-Dasein ist von trotzigem Verhalten geprägt. Danach beginnt die Zeit des kompletten Umbruchs. Ein Übergang des Kindes ins Erwachsenalter.
Der Körper eines Teenies verändert sich. Aber auch, und nicht weniger wichtig: Der Geist. Das Kind bildet einen eigenen Charakter, hat Meinungen, die konträr zu denen der Eltern sein können. Häufig sind Konflikte das Ergebnis dieser seelischen Veränderung. Erstens können oder wollen Eltern die Veränderungen ihres Kindes nicht verstehen. Und zweitens stößt dieses Verhalten bei den Sprösslingen wiederum nicht auf Verständnis. Die Heranwachsenden haben das Gefühl ihre Erziehungsberechtigten würden sie nicht verstehen.
Wenn Körper sich ändern
Die Pubertät. Oft bedeutet das: Pickel, Peinlichkeiten, Probleme. Mit dem Beginn dieser Lebensphase achtet ein Jugendlicher penibel auf seinen eigenen Körper. Keine Wunder, bei den vielen Veränderungen. Auf einmal wachsen da Haare, wo vorher keine waren. Und irgendwie ist die eigene Figur plötzlich ganz besonders wichtig. An dieser Stelle finden immer die Medien Erwähnung. Natürlich sind die nicht ausschließlich für das verschobene Körperbewusstsein von Teenies verantwortlich. Aber bei der Flut von medialen Eindrücken, gewinnen Jugendliche häufig ungewöhnliche Vorstellungen, wie oder wer sie zu sein haben.
Die langen Beine von Eva Padberg? Der durchtrainierte Body von Brad Pitt? Die Maße von solchen Prominenten dienen oft als Vorbild. Eltern sollten ihren Kindern das Gefühl geben, dass sie etwas wert sind. Dass ihr Körper schön ist und sie ihn nicht an Bildern aus den Medien messen müssen. Körperliche Veränderungen äußern sich oft in der Steigerung von Kraft eines Jugendlichen. Aggressives Verhalten kann das Resultat sein, das sich beispielsweise durch garstiges Verhalten in der Schule äußert. Das muss aber nicht sein. Damit junge Halberwachsene ihre Energien entladen können, gibt es Sportvereine oder Jugendgruppen. In denen ein richtiger Umgang mit den Potenzen geschult wird und Aggression abgebaut werden kann.
Geistige Weiterentwicklung
Während der Pubertät ändert sich das Denkvermögen eines Menschen. Er kann sich alternative Lösungen für gewisse Fragen überlegen und logisch denken. Durch solche Veränderungen in der Denke eines Teenagers, ändern sich auch die Normen- und Wertvorstellungen. Der junge Mensch löst sich zunehmend aus den familiären Bindungen und knüpft eigene Kontakte, die außerhalb der Familie liegen. Das Kind dabei aufzuhalten oder einzusperren, ist falsch. Genauso, jegliche Freiheiten zu gewähren. Besser ist: Bleiben Sie weiterhin wichtigste Bezugsperson. Ihr Kind wird manche Fragen wie Klamottenstil, Berufswahl oder Musikgeschmack nicht mit Ihnen klären wollen. Damit müssen Sie sich arrangieren.
Soziale Kompetenzen
Jugendliche sind auf der Suche nach Gleichgesinnten. Die finden sie in den sogenannten Peer Groups. Also der Gruppe von Gleichaltrigen. Vorteil solcher Interessensgemeinschaften sind, dass sie Geborgenheit vermitteln. Auch für die Abnabelung des Jugendlichen von den Eltern sind sie wichtig. Das Kind tauscht sich mit Gleichaltrigen über Probleme zu Hause aus. Bei Jugendgruppen und Sportvereinen kann der Jugendliche sein Sozialverhalten erproben. Suchen Sie zusammen mit Ihrem Kind eine geeignete Aktivität aus. Dabei sollten Sie Ihrem Kind die Entscheidung überlassen, wie es seine Freizeit gestalten will.
