Förderung der Entwicklung
Fördern, nicht Überfordern
Babyschwimmen, künstlerische und musikalische Früherziehung. Förderung bedeutet, seinem Kind spielerische Anreize zu bieten und nicht, ihm möglichst viel Wissen einzutrichtern.
Die Welt mit Kinderaugen sehen – viele wünschen sich das manchmal zurück. Eltern sind entzückt, wenn sie ihre Kinder dabei beobachten, wie die kleinen Entdecker Sachen und Gegenstände erkunden, Geräusche wahrnehmen und nahezu alles erst einmal interessant zu sein scheint.
Mittlerweile gibt es zahlreiche Förderangebote vom Säugling bis zum Kleinkind. Eltern wollen, dass sich ihr Kind gut entwickelt, und buchen Kurse, besuchen Krabbelgruppen und musizieren. Das ist sicherlich gut gemeint und in einem gewissen Rahmen auch förderlich, doch sollten gerade Babys und Kleinkinder die Möglichkeit bekommen, erst einmal ihre Umwelt eigenständig zu entdecken.
Der Alltag ist aufregend
Experten raten Eltern nach dem Prinzip „weniger ist mehr“ zu handeln. Das, was Babys und Kleinkinder in ihrer Umgebungen kennenlernen, anfassen und in den Mund nehmen, trägt im Grunde genauso zur Entwicklung des Kindes bei, wie das ständige Kommunizieren mit ihm. Alles, was sie erkunden dürfen, fördert ihre geistige Entwicklung.
Dabei ist es wichtig, dass Eltern ihrem Kind zum einen Zuwendung geben, zum anderen das Kind auch mal machen lassen, ohne es wirklich aus den Augen zu verlieren. Kinder wollen entdecken, begreifen und ausprobieren. Ihr Forschergeist und ihre Ausdauer können einen Erwachsenen schon mal nervös werden lassen, weil eben dieser Sinn mit dem Alter etwas verloren zu gehen scheint.
Bewegung fördert das Denken
Zahlreiche Studien haben belegt, wie eng körperliche Betätigung und geistige Entwicklung zusammenhängen. Zum einen benötigen Kinder innerhalb einer Wohnung ihre Bewegungsfreiheit, ihr Areal. Mit Aussagen wie: „Nein, das nicht anfassen!“ oder „Vorsicht, das geht kaputt!“ können Eltern ihr Kind schnell hemmen und die Entwicklung beeinträchtigen. Natürlich muss es auch lernen, was es nicht darf, was wirklich gefährlich sein kann. Ratsam ist, sparsam und dafür konsequente „Nein´s“ einzusetzen.
Bewegung meint aber auch, viel an der frischen Luft zu sein. Auf einer Wiese Ball spielen, Tiere beobachten oder Pflanzen untersuchen, fördert die motorische, wie auch geistige Entwicklung des Kleinkindes.
