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Engagement und Auslandserfahrungen Teil 3

Praktikum, Arbeit und Reisen

Viele junge Menschen machen auch ein Praktikum im Ausland, um Auslandserfahrung zu bekommen. Das hat zusätzlich den Vorteil, dass ein konkreter Job angetestet werden kann. Allerdings ist die Praktikumskultur in anderen Ländern selten so ausgeprägt wie in Deutschland. Das heißt, außer bei großen Firmen, stößt man häufig auf Unverständnis. Auch hier gibt es aber Organisationen, die die Auslandserfahrung mit Arbeitsbezug organisieren.

Das sogenannte „Work & Travel-Programm“ ist vor allem in Australien und Neuseeland verbreitet. Die jungen Erwachsenen arbeiten in Gelegenheitsjobs, beispielsweise auf Farmen, aber auch in Büros oder Gasthöfen, um das Geld für die Weiterreise zu verdienen. Dafür gibt es in diesen Ländern spezielle Visa. Mit einem „Working Holiday Visum” kann man beispielsweise im Alter zwischen 18 und 30 Jahren für ein Jahr nach Australien reisen, um dort Urlaub zu machen und zu arbeiten. Die Organisation ist recht aufwendig, lohnt sich aber. Wer die Zeit sparen will, aber Geld (oder sehr großzügige Eltern) hat, lässt die Planung professionelle Organisationen übernehmen.

Wer Geld und Zeit hat, kann natürlich auch eine Weile reisen, um den Schulabschluss zu genießen, Leerlaufzeiten zu überbrücken oder einfach nur Neues zu sehen, neue Menschen kennenzulernen und Auslandserfahrungen zu sammeln. Die Klassiker sind Interrail (Zugticket für ganz Europa in verschiedenen Zonen) und Weltreisetickets für junge Leute, bei denen sie die Route selbst planen können. Andere Möglichkeiten sind beispielsweise je nach Land, ein vor Ort gekauftes Auto, Züge und Busse als Fortbewegungsmittel.

Generell sollten Impf- und Sicherheitshinweise der jeweiligen Länder beachtet werden. Diese finden Sie beispielsweise auf der Homepage des auswärtigen Amtes. Auch um eine Reiseversicherung sollte sich Ihr Kind unbedingt vor der Auslandserfahrung kümmern.


Verhalten der Eltern

Generell gilt für die Situation, dass Ihr Kind eine Weile ins Ausland geht oder Engagement vor Ort zeigt: Lassen Sie es ziehen, aber seien Sie bei Fragen da. Ein warmes Nest ist der beste Schutz davor, den Boden unter den Füßen oder die eigenen Wurzeln zu verlieren. Helfen Sie bei Auswahl und Vorbereitung, so dass auch das neue beziehungsweise vorübergehende Nest gut gemacht ist. Und wenn Ihr Kind während der Auslandserfahrung nicht besucht werden möchte, oder Weihnachten zum ersten Mal nicht nach Hause kommt: Das ist okay. Entsprechende Organisationen empfehlen sogar, ein Auslandjahr wegen der Kulturumstellung nicht zu unterbrechen. Während und nach dem Auslandaufenthalt oder freiwilligem Engagement sollten sich Eltern die neuen Erfahrungen anhören und sie ernst nehmen. Ihr Kind hat sich verändert – wahrscheinlich nur zum Positiven.

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